Rauchmelder: Spätes Einsehen der Landesregierung
08. Dezember 2009
Eine Meldung aus dem niedersächsischen Gesundheitsministerium gibt den Jusos Wittmund Grund zur Freude. Die niedersächsische Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann verkündete in den vergangenen Tagen, dass es einen Gesetzentwurf zur verpflichtenden Installation von Rauchmeldern in Wohnungen und Häusern geben soll.
"Die Landesregierung hat endlich die Situation erkannt, auf die die Jusos seit Jahren hinweisen. Im Laufe dieses Jahres haben wir mit Aktionen vor Ort den Handlungsbedarf bewiesen", so Sören Mandel, Vorsitzender der Jusos Wittmund. Er betonte weiter, dass Feuerwehren und Schornsteinfeger deutlich gemacht haben, wie effektiv und zuverlässig Rauchmelder leben retten können. "Zu lange schon hat die Landesregierung die Mahnungen und Hinweise der Experten ignoriert. Die Versuche der SPD im niedersächsischen Landtag Rauchmelder verpflichtend vorzuschreiben sind bisher immer an der Mehrheit von CDU und FDP gescheitert", so Renke Bruhn, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Niedersachsen. Allein in Niedersachsen sterben durch Wohnungsbrände
jährlich rund 50 Menschen. Die Jusos sind sich sicher, dass diese Zahl durch die Rauchmelderpflicht gesenkt werden kann. Bis ein solches Gesetz verabschiedet ist, planen die Jusos weiter bei diesem Thema aktiv zu sein: "Wir haben in Wittmund leider miterleben müssen, was bei unzureichendem Schutz passieren kann. Die Bürger fordern Sicherheit und wir vertreten diese Forderung zusammen mit der SPD weiter, " so Mandel weiter. Die Jusos äußern Unverständnis, dass ein im Mai 2008 von der Landtags-SPD eingebrachter Gesetzentwurf von der Landesregierung mit deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde.
